Geschichte

Um 1620 bestand bereits eine Schule in Groß-Hausen, die aber nicht weitergeführt wurde. Erst 1653 - nach dem Dreißigjährigen Krieg - wurde wieder unterrichtet: Die Schulstube befand sich im Rathaus. Der erste namentlich genannte Lehrer wird 1657 erwähnt; er hieß Testimonius. Um das Jahr 1850 nahm man die Küche des Schulmeisters als Schulsaal hinzu und erhielt so eine Fläche von 35 qm. Dieser Schulsaal war bis zum Jahr 1875 in Benutzung. 1907 baute man auf dem heutigen Parkplatz neben dem Altenwohnheim an der Weschnitz eine neue Schule mit 4 Unterrichtsräumen, die in den 50er Jahren wieder abgerissen wurde.

In Klein-Hausen bestand 1686 eine Schule. Das 1736 erbaute Rathaus diente als Schulhaus, in dem gleichzeitig der Lehrer wohnte. Der Besuch der Schule war damals völlig freiwillig. Der Unterricht fand meist nur im Winter statt, denn im Sommer mussten die Kinder bei der Feld- und Hausarbeit mithelfen. Für das Jahr 1873 werden für Klein-Hausen 218 Schüler gemeldet.

Im Vorfeld der politischen Vereinigung der Gemeinden Groß- und Klein-Hausen im Jahre 1937 wurden auch die Schulen zusammengelegt. Der nationalsozialistische Reichsstatthalter in Hessen teilte am 21. April 1936 dem Kreisschulamt mit, dass "die Gemeinden Klein- und Groß-Hausen ... vom 15. April 1936 an einen Schulverband mit zusammen 7 Schulstellen" bilden. Diese Zusammenlegung wurde geheim gehalten - dennoch hatten sich zahlreiche Eltern auf dem Schulhof eingefunden, um gegen die Maßnahme zu protestieren. 16 Personen wurden festgenommen; 14 erhielten Gefängnisstrafen von 2 Wochen bis zu 6 Monaten.

Dort wo heute die Pavillons stehen, befand sich bis 1959 ein Schulgebäude mit einem Klassenraum. Der jetzige Altbau wurde 1877/78 erbaut. 1958 errichtete die Gemeinde den jetzigen Neubau und die Mehrzweckhalle. Der Hauptschulzweig wurde 1996 aufgelöst.

 

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